FSJ in Santa Cruz de la Sierra

FSJ in Santa Cruz de la Sierra

Samstag, 16. Oktober 2010

Samaipata

Vor 2 Wochen haben 4 von uns Freiwilligen (Simon, Lola, Sunny und ich) uns auf den Weg gemacht, um einmal Samaipata auf seine Highlights zu untersuchen. Samaipata ist ein kleines Städtchen zwischen Santa Cruz und Cochabamba und liegt mit 1600 Metern und einiges höher als unser Einsatzort. Mit einem Kleinbus ging es zunächst 3 Stunden lang durch eine immer schöner werdende Landschaft - mit Bergen, leichten Dschungelansätzen und einer sehr kurvenreichen Strecke, bis wir dann endlich in das schöne, kleine, aber auch von etlichen Touristen heimgesuchte Samaipata gelangten. Durch Helga, die ältere Dame, die seit 50 Jahren in Santa Cruz lebt, hatten wir auch schon eine Unterkunft, die einen wunderschönen Ausblick über Samaipata ermöglichte. Hier haben wir 4 uns dann erst einmal richtig erholt bevor es am nächsten Tag zur ersten kleinen Attraktion zu El Fuerte ging.
El Fuerte ist eine kleine Inkastädte, die ca 10 km außerhalb von Samaipata liegt und einen kleinen Einblick in diese fremde Kultur gibt. Nachdem wir 2 Stunden fast nur Bergauf gelaufen sind, hatten wir uns ehrlicherweise mehr erhofft, als uns dann geboten wurde. Die Landschaft war zwar atemberaubend - von der Höhe konnte man den Dschungel in seiner Vielfalt sehr gut in Augenschein nehmen - aber von den Ruinen der Inka war nicht mehr viel erhalten. Es bestand aus einem großen Felsen indem man einzelne Spurrinnen und ähnliches erkennen konnte, aber das wirkliche Leben konnten wir uns noch nicht einmal mit größter Fantasie vorstellen. Ein wenig enttäuscht und einem Sonnenbrand an allen freien Körperstellen, waren wir froh auf dem Rückweg eine Mitfahrgelegenheit gefunden zu haben. Abends ging es dann noch in ein nettes niederländisches Restaurant (ja die Oranjes findet man leider überall) und haben dort in den Geburtstag von Sunny hereingefeiert.
Nach einer vor allem für mich unruhigen Nacht stand am nächsten Tag schon der nächste Programmpunkt auf dem Plan - Las Cuevas. Auch wenn es seit längerer Zeit nicht mehr geregnet hatte, entschieden wir uns, uns auf den Weg zu den Wasserfällen zu machen, die 30 min Fahrt außerhalb von Samaipata liegen. Hier trafen wir dann auf ettliche Einheimische, die die schöne Landschaft und eine Abkühlung in den Flussläufen genossen. Wir gingen an den ersten 3 Wasserfällen vorbei und suchten uns ein gemütliches Plätzchen weiter oben am Flusslauf, und sonnten uns. Auf dem Rückweg trafen wir dann noch Clarissa, eine andere Freiwillige aus dem Projekt. Wieder zurück in Samaipata waren wir fest davon ausgegangen, dass noch etliche andere Cruzenjos zurück in die Großstadt fahren würden, aber das Städtchen schien wie ausgestorben und wir mussten noch ca. 2 Stunden auf ein Taxi warten, dass uns zurücknehmen konnte, nachdem wir endlich den Fahrpreis ausgehandelt hatten. Zurück im schönen sandigen, stickigen und heißen Santa Cruz wurden Sunny als Geburtstagsgeschenk noch ihre Schuhe vor ihrer Nase vom Rucksack gerissen - wir bemerkten leider erst im Nachhinein, dass wir an einer der gefährlichsten Gegenden in Santa ausgestiegen waren.

Aufstieg durch die elendige Hitze zu den Inkaruninen


Am Rande des Abgrunds zum Dschungel


Schöne Aussicht


Wer erkennt die Schlange und den Puma? Ich nicht!!!


Inkastädte aus anderer Sicht


Lola, Sunny und ich vor undefinierbaren Gestein


Survival in the Jungle?


Irgendwie nen bisschen Treibsand


Einer der Wasserfälle


Las Cuevas

Mittwoch, 15. September 2010

Lomas de Arena + MaZ = Chaos

Letztes Wochenende war es dann soweit, dass wir unsere ersten Gäste aus dem 12 h entfernten Cochabamba bei uns hatten. Alex, Julian und Birthe arbeiten ebenfalls in einem Kinderheim in oder um Cochabamba und hatten ein langes Wochenende, wo sie sich mal ein wenig im Land umschauen wollten.
Wir "Cruzeños" haben uns natürlich etwas Spezielles für unsere Gäste aus dem Hochland ausgedacht und so wurde es ein unvergessliches Wochenende. Morgens um 8 haben wir die drei vom 40 Minuten entfernten Busbahnhof abgeholt und nach einer kleinen Stärkung bei uns zu Hause die Stadt Santa Cruz gezeigt. Als besonderes Highlight waren für diesen Tag die Lomas de Arena angesagt, eine Art Wüste eine Stunde außerhalb von Santa Cruz, wo man sich wie in der Sahara fühlen soll (das hat uns zu mindestens der Reiseführer berichtet). Von einer ehemaligen Mazlerin wussten wir, dass man sich ein Taxi vom Zentrum aus nehmen könnte, was einen direkt in Lomas bringt. Nach sechs Absagen haben wir dann doch einen Taxifahrer gefunden, der mit uns dieses Abenteuer auf sich nehmen wollte - wie sich später herausstellte hatte er keine Ahnung was die Lomas sind.
Wir fuhren als guter Dinge in Richtung Südosten, wobei uns nach 1 1/2 Stunden auffiel, dass wir einen nicht so richtungsorientierten Taxifahrer ausgewählt haben, der ungelogen bei 90 % die falsche Abzweigung genommen hat, wodurch wir ein Ewigkeit gebraucht haben, den Eingang des Parks zu finden. Durch die vielen Umwege, die zumeist auf sehr sandiger Strecke verliefen, blieben wir einige Male stecken und mussten das Taxi zu sechst wieder aus dem Sand schieben. Zum Schluss hatten wir uns dann so festgefahren, dass das Taxi mit Hilfe eines Traktors aus dem Sand gezogen werden musste. Den letzten Kilometer sind wir dann zu den Dünen gelaufen, während der Taxifahrer in brüllender Hitze beim Auto blieb.
Die Dünen selber waren einfach der Hammer. Man lief anfangs auf eine 50 Meter hohe Düne zu und nachdem man sie überquert hatte, lag unter einem eine Art Savanne oder Steppe, die von etlichen Sanddünen umgeben war. Im Reiseführer stand zwar, dass man in den Dünen sandboarden könne, aber wir haben kein Geschäft oder ähnliches gefunden, dass welche ausgeliehen hätte. Man hat sich aber ungelogen wie in der Wüste gefühlt und wir hatten einen Riesenspaß, der dann am Ende des Tages nur durch einen kleinen Aufpreis von Seiten des Taxifahrers (doppelt so viel, wie wir ausgemacht hatten) getrübt wurde.
Abends haben wir dann, trotz des anstrengenden Tages, das Nightlife in Santa Cruz unter die Lupe genommen.

Montag, 13. September 2010

Estadio Ramon Aguilera Costas (Tahuichi)

Ein ganz besonderes Ereignis möchte euch natürlich nicht vorenthalten. Vor 2 Wochen ging es zu dem wahrscheinlich beliebtesten Volkssport hier in Bolivien - Fußball.
Das Stadion kann man mit 25.000 Zuschauern mit den kleineren Stadien in Deutschland vergleichen. Man hat keine Sitzschalen, sondern man sitzt auf "Betonmauern", was sich vielleicht unbequem anhört, aber da man sowieso 3/4 des Spiels steht, ist das gar nicht so schlimm.
Im Gegensatz zum deutschen Fußball gibt es 2 gravierende Unterschiede: 1. Es ist kein Alkohol in den Stadien erlaubt, was bei den südamerikanischen Gemüter wahrscheinlich auch sicherer ist und 2. Bengalische Feuer, Feuerwerk jeglicher Art sind erlaubt. Als die Heimmannschaft (Oriente) aufs Spielfeld kam, wurden in der Fankurve die Feuerwerkskörper angezündet und man sah nur noch Lichter und dann eine riesige Rauchwolke. Von dem Moment an wussten wir auch, weshalb uns beim Eingang ein Mund-/Atemschutz in die Hand gedrückt worden war.
Während des Spiels, was von der Qualität mit einem 3. Ligaspiel zu vergleichen war, wurde in jedem Satz mindestens eines der 3 folgenden Wörter benutzt : "carajo", "mierda" oder "hijo de puta" - was so viel wie "Scheiße", "Donnerwetter" und das letzte kann jeder bei Bedarf für sich nachschlagen ;)
Am Ende hat Oriente gegen die Universidad de Chile 1:0 gewonnen und zog damit eine Runde weiter in der Copa Sudamericana. Nach dem Spiel konnte man noch Fotos mit den Spielern machen oder Autogramme sammeln.

Freitag, 3. September 2010

Zoobesuch

Letzte Woche war es dann soweit und der erste Ausflug stand an. Es war eigentlich eine ganz spontane Idee, also total bolivianisch, denn Inga, die Freiwillige, die in einer Woche wieder nach Deutschland reist, wollte zum Abschluss mit den Kindern noch einmal in den Zoo gehen, woraufhin sich Katha mit ihrer Gruppe Mädels und ich mich mit meinen Jungs anschloss. Zunächst musste jedoch die „Oberschwester“ im Heim befragt werden, was sich jedoch nicht zu einer so großen Hürde wie gedacht herausstellte. Die Kinder waren vollkommen aus dem Häuschen, sind zu einem Hingerannt, haben „Gracias“ geschrien und dann wurden die grünen Heimshirts heraus gekramt und angezogen. Auf dem Hinweg fuhren wir (24 Kinder, 2 Betreuer) mit dem Mikro zum Zoo, der ca. 30 min Fahrt von dem Heim entfernt liegt. Im Vergleich zu deutschen Zoos ist er sehr viel kleiner und es gibt auch nicht so viele internationale Tiere, aber den Kindern hat es super gefallen, wollten von allen Tieren ein Foto haben, und das ist ja die Hauptsache. Im Zoo gab es auch noch einen Spielplatz, der ein bisschen besser in Schuss war als der im Heim, aber schon sehr ramponiert aussah.
Nach 2 ½ Stunden im Zoo gab es dann endlich die „Merienda“, ein kleiner Snack, den es für die Kinder jeden Nachmittag gibt, wobei es diesmal statt gesunden Bananen oder Mandarinen, ein Wassereis verspeist wurde. Dann stand der Rückweg an und da es schon zu spät war, um rechtzeitig wieder zum Rosenkranzgebet zurückzukehren, konnten wir keinen Mikro nehmen und quetschten uns dann in ein 5 Mann Taxi. So etwas kann man sich einfach nicht vorstellen. Die Kinder saßen zu 12 im Kofferraum, auf der Rückbank saß Claudia mit den gestapelten Kindern und auf meinem Schoß haben sich auch 5 „Divinos“ gesetzt. Mit dem Fahrer und uns waren insgesamt 27 Menschen in dem Taxi und wir schafften es tatsächlich noch rechtzeitig zum Hogar. Taxifahrten werde ich wohl wirklich vermissen, wenn es in 11 Monaten wieder zurückgeht.

Alle Kinder sind ready für den Zoobesuch



Süßer Damian



Im Zoo freilaufendes Faultier



Ab zur nächsten Attraktion



Divino ninjos mit Hausmutter/Profe Claudia



Wie viele Menschen passen in ein Taxi? - 24 Kinder + 2 Erwachsene!

Samstag, 28. August 2010

Schule

Ein normaler Tag bei den Kindern sieht meistens Folgendermaßen aus. Um 5 Uhr werden die Kinder von ihren Hausmüttern geweckt und müssen sich für das Frühstück um 7 Uhr frisch machen. Das klingt für einige vielleicht ein wenig zu früh, aber da immer mindestens 30 Kinder in einem Haus leben und sich alle 4 Duschen teilen müssen, kommt es häufig zu Zeitdruck, denn das Haus muss auch noch bis zum „desayuno“ gereinigt sein. Ab 8 Uhr beginnt für alle die Schule. Auch die vier- bis sechs-jährigen gehen in eine Art Kindergarten, wobei auch schon die Zahlen und Buchstaben gelernt werden, man es also nicht mit dem in Deutschland vergleichen kann, denn Disziplin in Form von Unterricht wird hier großgeschrieben. Ab 12.30 gibt es dann Mittagessen, wo auch die älteren Kinder, die schon zur Schule im Barrio gehen, dran teilnehmen und sich fröhlich den Reis mit den Hühnerfüßen und –köpfen reinschaufeln. Nachmittags wird dann zunächst ein Nickerchen gemacht, bevor es an die Hausaufgaben geht, wo man bemerkt, dass vor allem die Vorschüler mit ihren Hausaufgaben vollkommen überfordert sind. Im Unterricht werden den Kindern die Zahlen und Buchstaben beigebracht, schon am Nachmittag jedoch haben sie diese wieder vergessen, wodurch es häufig dazu kommt, dass die Kinder anfangen zu weinen. Oft sitzen sie dann bis 5 Uhr nachmittags am „Schreibtisch“ bevor sie überhaupt einmal nach draußen kommen. Ab 6 Uhr, vor dem Abendessen, wo es nur eine Suppe gibt, ist dann „Rosario“ (Rosenkranz) angesagt. Meiner Meinung nach sind durch diesen strukturierten Plan vor allem die Kleinen vollkommen überfordert, aber ich tue schon mein Bestes, den Kindern das Rechnen und Schreiben ein wenig spaßiger zu machen, da sie es häufig als eine Last ansehen.

Nachtleben und Don Bosco

Hallo alle zusammen. Ich habe mir gedacht, dass es mal wieder an der Zeit wäre, euch neue Infos zukommen zu lassen, denn hier vergeht kein Tag, wo man nicht irgendetwas Neues erlebt, was einen verblüfft. Ich kann euch schon einmal beruhigen, denn wir haben heute bemerkt, dass die Rattenplage immer noch nicht beseitigt ist. Als Simon und Inga heute einen Kuchen backen wollten, haben sie scheinbar die Ratte aus ihrem vertrauten Heim, dem Backofen, verscheucht, was sie aber nicht davon abgehalten hat, dem Kind das Geburtstagsgeschenk zu backen. Nun aber zurück zum Anfang.
Am zweiten Wochenende haben wir uns mit den Freunden von Inga, die in Cotoca wohnen, getroffen, um das Nachtleben in Bolivien auszukundschaften. Im Detail kann man sagen, dass es sich nicht unwesentlich von unserem in Deutschland unterscheidet – Vortrinken bei irgendwelchen Leuten und dann mit einer große Meute die Disko stürmen, wobei wir die einzigen an diesem Abend dort waren, was uns jedoch nicht davon abhielt, erst um 6 Uhr morgens wieder im Hogar aufzutauchen. Einen kleinen Unterschied gibt es doch - hier ist alles auf Reggeaton getrimmt, wodurch die Tanzschritte irgendwie mehr auf das linke Bein gelegt sind, was für Europäer ungewöhnlich erscheinen mag, denn Partnertänze sind auch viel gebräuchlicher.
Am Tag darauf waren wir bei Helga, einer älteren Dame aus Deutschland, eingeladen, die seit 50 Jahren in Santa Cruz lebt und sich hier Vorort um die Voluntarios kümmert und ihnen zur Seite steht. Das Haus kann man mit denen in Deutschland vergleichen, denn sie lebt in einem Condominium, indem vorwiegend reichere Einwohner von Santa Cruz wohnen und von der Stadt durch eine Mauer abgetrennt sind. Sie hat uns über die Geschichte der Stadt unterrichtet, über die vielen Projekte, in denen sie beteiligt ist, erzählt und uns vorzüglich mit bolivianischen Leckereien verköstigt.
Am Tag darauf ging es schon um 8 Uhr zu einem weiteren Heim in Santa Cruz, Don Bosco, wo sich etliche Hogars aus der Umgebung getroffen haben, um zunächst eine Messe mit vielen Liedern und Tanzeinlagen zu feiern und dann anschließend in einzelnen Sportarten wie Fußball, Basketball oder auch dem Tanzen, womit der Tag um 5 Uhr nachmittags abschloss, gegeneinander anzutreten. Die Kinder hatten einen riesen Spaß, aber aufgrund des jungen Alters nicht wirklich eine Chance zu gewinnen. Wie auf dem Hinweg quetschten wir uns auf dem Weg zurück zum Hogar mit 60 Mann in einen Mikro, wodurch man zum Teil 3 Kinder auf seinem Schoß sitzen hatte.
Unter der Woche kehrte dann wieder der Alltag ein, den ich in meinem nächsten Post genauer erläutern werde.

Mittwoch, 11. August 2010

Ratten, Hühnerfüße und der Alltag beginnt

Die letzten Tage waren sehr amüsant und interessant, denn im Heim gibt es immer irgendetwas zu erleben, womit man nicht rechnet.
Wie schon erwähnt, haben wir am ersten Tag feststellen müssen, dass wir sehr wahrscheinlich einen Untermieter hatten, der sich auf unsere Kosten durchfressen wollte, weshalb es erst einmal hieß - aufräumen, putzen und wischen - denn das war seit Langem wieder fällig geworden. Das Problem "rata" oder "raton", das wussten wir bis zu dem Zeitpunkt noch nicht, musste jedoch anders angegangen werden, weshalb wir ins Zentrum fuhren, um dort ein Gift zu besorgen. An gleicher Stelle haben wir uns dann auch für 15€ ein Handy gegönnt, wodurch man mich bald, wenn ich es denn registrieren lasse, erreichen kann. Am Mutualista, was ein riesiger überdachter Markt ist, kam dann prompt eine Parade vorbei, denn es war der "Tag der Jungfrau Carmen", den man gebührend feiern muss. Man sollte wissen, dass in Bolivien jede Person irgendwie einen Feiertag hat, weshalb ich immer wieder solche Umzüge sehen werde.
Zurück im Hogar ist uns die Ratte dann doch noch persönlich begegnet und wurde von den 10 Freiwilligen durch das Heim gejagt, bis sie sich irgendwo hinter dem Ofen niedergelassen hatte. Das Rattengift wurde verstreut und schon am nächsten Tag zahlten sich die "Bollis" aus und wir dachten wir hätten einen Sieg eingefahren, jedoch war dies nur eine kleine Etappe, denn schon am Abend selber vernahmen wir diesmal ein Knistern hinter dem Kühlschrank.
Der "Tag der Ratte" war auch zugleich mein erster Arbeitstag, der damit begann zwei- bis vierjährige Kinder zu belustigen, indem man sie durch die Lüfte schleuderte, den Ball hin und her warf oder sie von oben bis unten durch kitzelte. Die Kleinen sind echt super süß und obwohl sie beim Essen, bei dem die Hälfte auf dem Boden landet, etwas anstrengend sind, macht es wirklich Spaß, denn ich habe bei dieser Aufgabe noch 2 Italienerinnen an meiner Seite, die den Laden echt aufmischen.
Ab 12 Uhr gibt es dann im Hogar immer Mittagessen, wo wir Freiwilligen auch mitessen dürfen. Ich hab es mir natürlich nicht nehmen lassen, eine Spezialität des Hauses zu essen, denn es gab eine Nudelsuppe mit Hühnerfüßen, Hühnerköpfen und irgendwelchen Innereien des Geflügels, wobei euch auf Leber tippen würde. Es hört sich vielleicht ein wenig ekelig an, aber es schmeckt im Endeffekt genauso wie das restliche Tier (Fotos werden folgen).
Nachmittags werde ich dann für die nächste Wochen bei den "Divino Ninjos" mithelfen, die zu den Kleinsten nach den "Bebes" gehören - Man muss wissen, dass die Kinder in Mädchen- und Jungenhäuser aufgeteilt sind, wobei hier auch noch nach dem Alter unterschieden wird. Die Jungen dürfen bis 12 Jahre in dem Heim bleiben, bevor sie in ein anderes Heim gehen, die Mädchen sind meistens bis zu ihrem 16 Lebensjahr im Hogar - Bei den "Divino Ninjos" musste ich am ersten Arbeitstag auf den Großteil der Kinder, die sich auf dem Spielplatz vergnügten, aufpassen, während die Restlichen, die schon zur Schule gehen, ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Ansonsten ist es hier echt super, wir haben ein tolles Klima unter der Freiwilligen und die Sprache wird auch langsam besser, wobei einem immer wieder Vokabeln fehlen. Die Kinder stört das jedoch nicht wirklich, denn sie helfen einem, wo sie nur können, wenn man Sprachprobleme hat.

Ich probiere die Hühnerfüße!!!


Divino Ninjos


Chino alias Luciano mit fashiom sombrero


Meine Bebe II mit Angelica


Darek der Dickkopf


Diese Kartoffel brachte eine Ratte um die Ecke :)