Letztes Wochenende war es dann soweit, dass wir unsere ersten Gäste aus dem 12 h entfernten Cochabamba bei uns hatten. Alex, Julian und Birthe arbeiten ebenfalls in einem Kinderheim in oder um Cochabamba und hatten ein langes Wochenende, wo sie sich mal ein wenig im Land umschauen wollten.
Wir "Cruzeños" haben uns natürlich etwas Spezielles für unsere Gäste aus dem Hochland ausgedacht und so wurde es ein unvergessliches Wochenende. Morgens um 8 haben wir die drei vom 40 Minuten entfernten Busbahnhof abgeholt und nach einer kleinen Stärkung bei uns zu Hause die Stadt Santa Cruz gezeigt. Als besonderes Highlight waren für diesen Tag die Lomas de Arena angesagt, eine Art Wüste eine Stunde außerhalb von Santa Cruz, wo man sich wie in der Sahara fühlen soll (das hat uns zu mindestens der Reiseführer berichtet). Von einer ehemaligen Mazlerin wussten wir, dass man sich ein Taxi vom Zentrum aus nehmen könnte, was einen direkt in Lomas bringt. Nach sechs Absagen haben wir dann doch einen Taxifahrer gefunden, der mit uns dieses Abenteuer auf sich nehmen wollte - wie sich später herausstellte hatte er keine Ahnung was die Lomas sind.
Wir fuhren als guter Dinge in Richtung Südosten, wobei uns nach 1 1/2 Stunden auffiel, dass wir einen nicht so richtungsorientierten Taxifahrer ausgewählt haben, der ungelogen bei 90 % die falsche Abzweigung genommen hat, wodurch wir ein Ewigkeit gebraucht haben, den Eingang des Parks zu finden. Durch die vielen Umwege, die zumeist auf sehr sandiger Strecke verliefen, blieben wir einige Male stecken und mussten das Taxi zu sechst wieder aus dem Sand schieben. Zum Schluss hatten wir uns dann so festgefahren, dass das Taxi mit Hilfe eines Traktors aus dem Sand gezogen werden musste. Den letzten Kilometer sind wir dann zu den Dünen gelaufen, während der Taxifahrer in brüllender Hitze beim Auto blieb.
Die Dünen selber waren einfach der Hammer. Man lief anfangs auf eine 50 Meter hohe Düne zu und nachdem man sie überquert hatte, lag unter einem eine Art Savanne oder Steppe, die von etlichen Sanddünen umgeben war. Im Reiseführer stand zwar, dass man in den Dünen sandboarden könne, aber wir haben kein Geschäft oder ähnliches gefunden, dass welche ausgeliehen hätte. Man hat sich aber ungelogen wie in der Wüste gefühlt und wir hatten einen Riesenspaß, der dann am Ende des Tages nur durch einen kleinen Aufpreis von Seiten des Taxifahrers (doppelt so viel, wie wir ausgemacht hatten) getrübt wurde.
Abends haben wir dann, trotz des anstrengenden Tages, das Nightlife in Santa Cruz unter die Lupe genommen.
FSJ in Santa Cruz de la Sierra
Mittwoch, 15. September 2010
Montag, 13. September 2010
Estadio Ramon Aguilera Costas (Tahuichi)
Ein ganz besonderes Ereignis möchte euch natürlich nicht vorenthalten. Vor 2 Wochen ging es zu dem wahrscheinlich beliebtesten Volkssport hier in Bolivien - Fußball.
Das Stadion kann man mit 25.000 Zuschauern mit den kleineren Stadien in Deutschland vergleichen. Man hat keine Sitzschalen, sondern man sitzt auf "Betonmauern", was sich vielleicht unbequem anhört, aber da man sowieso 3/4 des Spiels steht, ist das gar nicht so schlimm.
Im Gegensatz zum deutschen Fußball gibt es 2 gravierende Unterschiede: 1. Es ist kein Alkohol in den Stadien erlaubt, was bei den südamerikanischen Gemüter wahrscheinlich auch sicherer ist und 2. Bengalische Feuer, Feuerwerk jeglicher Art sind erlaubt. Als die Heimmannschaft (Oriente) aufs Spielfeld kam, wurden in der Fankurve die Feuerwerkskörper angezündet und man sah nur noch Lichter und dann eine riesige Rauchwolke. Von dem Moment an wussten wir auch, weshalb uns beim Eingang ein Mund-/Atemschutz in die Hand gedrückt worden war.
Während des Spiels, was von der Qualität mit einem 3. Ligaspiel zu vergleichen war, wurde in jedem Satz mindestens eines der 3 folgenden Wörter benutzt : "carajo", "mierda" oder "hijo de puta" - was so viel wie "Scheiße", "Donnerwetter" und das letzte kann jeder bei Bedarf für sich nachschlagen ;)
Am Ende hat Oriente gegen die Universidad de Chile 1:0 gewonnen und zog damit eine Runde weiter in der Copa Sudamericana. Nach dem Spiel konnte man noch Fotos mit den Spielern machen oder Autogramme sammeln.
Das Stadion kann man mit 25.000 Zuschauern mit den kleineren Stadien in Deutschland vergleichen. Man hat keine Sitzschalen, sondern man sitzt auf "Betonmauern", was sich vielleicht unbequem anhört, aber da man sowieso 3/4 des Spiels steht, ist das gar nicht so schlimm.
Im Gegensatz zum deutschen Fußball gibt es 2 gravierende Unterschiede: 1. Es ist kein Alkohol in den Stadien erlaubt, was bei den südamerikanischen Gemüter wahrscheinlich auch sicherer ist und 2. Bengalische Feuer, Feuerwerk jeglicher Art sind erlaubt. Als die Heimmannschaft (Oriente) aufs Spielfeld kam, wurden in der Fankurve die Feuerwerkskörper angezündet und man sah nur noch Lichter und dann eine riesige Rauchwolke. Von dem Moment an wussten wir auch, weshalb uns beim Eingang ein Mund-/Atemschutz in die Hand gedrückt worden war.
Während des Spiels, was von der Qualität mit einem 3. Ligaspiel zu vergleichen war, wurde in jedem Satz mindestens eines der 3 folgenden Wörter benutzt : "carajo", "mierda" oder "hijo de puta" - was so viel wie "Scheiße", "Donnerwetter" und das letzte kann jeder bei Bedarf für sich nachschlagen ;)
Am Ende hat Oriente gegen die Universidad de Chile 1:0 gewonnen und zog damit eine Runde weiter in der Copa Sudamericana. Nach dem Spiel konnte man noch Fotos mit den Spielern machen oder Autogramme sammeln.
Freitag, 3. September 2010
Zoobesuch
Letzte Woche war es dann soweit und der erste Ausflug stand an. Es war eigentlich eine ganz spontane Idee, also total bolivianisch, denn Inga, die Freiwillige, die in einer Woche wieder nach Deutschland reist, wollte zum Abschluss mit den Kindern noch einmal in den Zoo gehen, woraufhin sich Katha mit ihrer Gruppe Mädels und ich mich mit meinen Jungs anschloss. Zunächst musste jedoch die „Oberschwester“ im Heim befragt werden, was sich jedoch nicht zu einer so großen Hürde wie gedacht herausstellte. Die Kinder waren vollkommen aus dem Häuschen, sind zu einem Hingerannt, haben „Gracias“ geschrien und dann wurden die grünen Heimshirts heraus gekramt und angezogen. Auf dem Hinweg fuhren wir (24 Kinder, 2 Betreuer) mit dem Mikro zum Zoo, der ca. 30 min Fahrt von dem Heim entfernt liegt. Im Vergleich zu deutschen Zoos ist er sehr viel kleiner und es gibt auch nicht so viele internationale Tiere, aber den Kindern hat es super gefallen, wollten von allen Tieren ein Foto haben, und das ist ja die Hauptsache. Im Zoo gab es auch noch einen Spielplatz, der ein bisschen besser in Schuss war als der im Heim, aber schon sehr ramponiert aussah.
Nach 2 ½ Stunden im Zoo gab es dann endlich die „Merienda“, ein kleiner Snack, den es für die Kinder jeden Nachmittag gibt, wobei es diesmal statt gesunden Bananen oder Mandarinen, ein Wassereis verspeist wurde. Dann stand der Rückweg an und da es schon zu spät war, um rechtzeitig wieder zum Rosenkranzgebet zurückzukehren, konnten wir keinen Mikro nehmen und quetschten uns dann in ein 5 Mann Taxi. So etwas kann man sich einfach nicht vorstellen. Die Kinder saßen zu 12 im Kofferraum, auf der Rückbank saß Claudia mit den gestapelten Kindern und auf meinem Schoß haben sich auch 5 „Divinos“ gesetzt. Mit dem Fahrer und uns waren insgesamt 27 Menschen in dem Taxi und wir schafften es tatsächlich noch rechtzeitig zum Hogar. Taxifahrten werde ich wohl wirklich vermissen, wenn es in 11 Monaten wieder zurückgeht.
Alle Kinder sind ready für den Zoobesuch

Süßer Damian

Im Zoo freilaufendes Faultier

Ab zur nächsten Attraktion

Divino ninjos mit Hausmutter/Profe Claudia

Wie viele Menschen passen in ein Taxi? - 24 Kinder + 2 Erwachsene!
Nach 2 ½ Stunden im Zoo gab es dann endlich die „Merienda“, ein kleiner Snack, den es für die Kinder jeden Nachmittag gibt, wobei es diesmal statt gesunden Bananen oder Mandarinen, ein Wassereis verspeist wurde. Dann stand der Rückweg an und da es schon zu spät war, um rechtzeitig wieder zum Rosenkranzgebet zurückzukehren, konnten wir keinen Mikro nehmen und quetschten uns dann in ein 5 Mann Taxi. So etwas kann man sich einfach nicht vorstellen. Die Kinder saßen zu 12 im Kofferraum, auf der Rückbank saß Claudia mit den gestapelten Kindern und auf meinem Schoß haben sich auch 5 „Divinos“ gesetzt. Mit dem Fahrer und uns waren insgesamt 27 Menschen in dem Taxi und wir schafften es tatsächlich noch rechtzeitig zum Hogar. Taxifahrten werde ich wohl wirklich vermissen, wenn es in 11 Monaten wieder zurückgeht.
Alle Kinder sind ready für den Zoobesuch
Süßer Damian
Im Zoo freilaufendes Faultier
Ab zur nächsten Attraktion
Divino ninjos mit Hausmutter/Profe Claudia
Wie viele Menschen passen in ein Taxi? - 24 Kinder + 2 Erwachsene!
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