FSJ in Santa Cruz de la Sierra

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Mittwoch, 15. September 2010

Lomas de Arena + MaZ = Chaos

Letztes Wochenende war es dann soweit, dass wir unsere ersten Gäste aus dem 12 h entfernten Cochabamba bei uns hatten. Alex, Julian und Birthe arbeiten ebenfalls in einem Kinderheim in oder um Cochabamba und hatten ein langes Wochenende, wo sie sich mal ein wenig im Land umschauen wollten.
Wir "Cruzeños" haben uns natürlich etwas Spezielles für unsere Gäste aus dem Hochland ausgedacht und so wurde es ein unvergessliches Wochenende. Morgens um 8 haben wir die drei vom 40 Minuten entfernten Busbahnhof abgeholt und nach einer kleinen Stärkung bei uns zu Hause die Stadt Santa Cruz gezeigt. Als besonderes Highlight waren für diesen Tag die Lomas de Arena angesagt, eine Art Wüste eine Stunde außerhalb von Santa Cruz, wo man sich wie in der Sahara fühlen soll (das hat uns zu mindestens der Reiseführer berichtet). Von einer ehemaligen Mazlerin wussten wir, dass man sich ein Taxi vom Zentrum aus nehmen könnte, was einen direkt in Lomas bringt. Nach sechs Absagen haben wir dann doch einen Taxifahrer gefunden, der mit uns dieses Abenteuer auf sich nehmen wollte - wie sich später herausstellte hatte er keine Ahnung was die Lomas sind.
Wir fuhren als guter Dinge in Richtung Südosten, wobei uns nach 1 1/2 Stunden auffiel, dass wir einen nicht so richtungsorientierten Taxifahrer ausgewählt haben, der ungelogen bei 90 % die falsche Abzweigung genommen hat, wodurch wir ein Ewigkeit gebraucht haben, den Eingang des Parks zu finden. Durch die vielen Umwege, die zumeist auf sehr sandiger Strecke verliefen, blieben wir einige Male stecken und mussten das Taxi zu sechst wieder aus dem Sand schieben. Zum Schluss hatten wir uns dann so festgefahren, dass das Taxi mit Hilfe eines Traktors aus dem Sand gezogen werden musste. Den letzten Kilometer sind wir dann zu den Dünen gelaufen, während der Taxifahrer in brüllender Hitze beim Auto blieb.
Die Dünen selber waren einfach der Hammer. Man lief anfangs auf eine 50 Meter hohe Düne zu und nachdem man sie überquert hatte, lag unter einem eine Art Savanne oder Steppe, die von etlichen Sanddünen umgeben war. Im Reiseführer stand zwar, dass man in den Dünen sandboarden könne, aber wir haben kein Geschäft oder ähnliches gefunden, dass welche ausgeliehen hätte. Man hat sich aber ungelogen wie in der Wüste gefühlt und wir hatten einen Riesenspaß, der dann am Ende des Tages nur durch einen kleinen Aufpreis von Seiten des Taxifahrers (doppelt so viel, wie wir ausgemacht hatten) getrübt wurde.
Abends haben wir dann, trotz des anstrengenden Tages, das Nightlife in Santa Cruz unter die Lupe genommen.

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