FSJ in Santa Cruz de la Sierra

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Dienstag, 12. April 2011

Carnaval

Bevor die Zeit noch weiter voranschreitet, und ich kann es gar nicht glauben, dass mir nicht einmal mehr vier Monate hier in Bolivien bleiben, wollte ich euch noch ein bisschen über den Karneval in Bolivien informieren.

Wie schon in einem vorherigen Bericht ist Karneval dem in Deutschland recht ähnlich, aber dann doch ganz anders. Im Vorhinein hatten wir uns schon mit zwei Profes, anderen „Exvoluntarios“ und bolivianischen Freunden bei einer „comparsa“ (Karnevalsgruppe) angemeldet. In dem Preis waren dann Essen, Trinken und die Casaca, eine Jacke, die alle aus der Comparsa als Erkennungszeichen trugen, für vier Tage inbegriffen. Damit wir auch gut für den Carnaval Cruzeno bewaffnet waren, haben Simon und ich noch einen Großeinkauf vor dem Zwischenseminar getätitgt: blinkende Sonnenbrillen, Wasserpistolen, Wasserbomben, Tinte (ganz wichtig!!!) und Schuhcreme, was auf der Haut echt schmerzen kann.

Damit wir auch noch rechtzeitig aus Cochabamba in Santa Cruz ankommen konnte, um am Samstagabend im Corso (Karnevalsumzug) mitlaufen konnten, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, mit dem Flugzeug zu fliegen.

Aus dem Flugzeug raus, in die Casaca hinein ging es am selbigen Tag zum Corso, der dem in Deutschland recht ähnelt, überall stehen Leute und feiern, während man als Comparsa mit seiner eigenen banda (Musikkapelle) durch die Straßen zieht, tanzt und sich mit Wasser, Tinte oder Schaum vollspritzt. Sonntagmorgen haben wir einen kleinen Karneval mit Wasser und Tinte hier im Hogar veranstaltet, wofür wir vorher ca. 2000 Wasserbomben gekauft hatten.

An den nächsten Tagen ging es dann schon mittags wieder los, wobei man sich nun mit der ganzen Comparsa und anderen Leuten an einem festen Ort getroffen hat, um auf der Straße durch Musik und Tanz den Carnaval so richtig zu genießen. Von Tag zu Tag wurde die Casaca auch immer schmutziger, denn immer wieder wurde man mit Tinte von Kopf bis Fuß vollgespritzt oder manchmal auch übergossen. Das ekeligste war die Schuhcreme, die noch Tage danach im Gesicht gebrannt hat und in den Augen ein echt unangenehmes Gefühl hervorrufen kann. Am lustigsten sah Simon nach den Tagen aus, denn er hatte grün, blau, lila, pink und rotes Haar, was ihn wie einen Clown aussehen ließ. Ich sah durch das leicht verbrannte Gesicht und den lila, schwarzen Haaren eher wie ein Emo aus. Auf jeden Fall, weiß ich, dass ich liebend gern nächstes Jahr wiederkommen möchte (die Bilder werden es euch beweisen).










































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