Letztes Wochenende haben sich mal wieder vier Maz, dieses Mal Katha, Simon, Sunny und ich uns auf den Weg nach Samaipata gemacht. An diesem Wochenende sollten jedoch keine alten Ruinen und auch keine Wasserfälle, sondern der drittgrößte Nationalpark Boliviens erkundet werden. Samstagmorgen wollten wir eigentlich die Tour planen, damit wir uns Sonntag ausruhen konnten, aber das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schon in der Nacht fing es aus allen Eimern heraus zu gießen, was sich leider bis in den Nachmittag des nächsten Tages hineinzog. Alle Touranbieter versicherten uns, dass man an dem heutigen Tag keine Chance hätte den Park zu betreten. Wir entschieden uns also gezwungenermaßen den Tag anderweitig zu gestalten. Wir lasen Bücher, spielten Libretto & Co und genossen es endlich mal wieder einen funktionierenden Ofen zu haben. Aus der Not heraus backten wir zwei uns noch bekannte Gerichte aus Deutschland - meine Spezialität Kartoffelgratin und Nudelauflauf.
Am Sonntag ging es dann in den Dschungel, um genauer zu sein in subtropisches Gebiet, um uns die Farne im Parque Amboró anzugucken. Um neun Uhr morgens fuhr unser kleiner Reisebus, der neben uns noch mit einem Reiseführer und 2 Engländern bestückt war, los. Im Park selber, der gute 30 min. von Samaipata beginnt, haben wir dann 6 Stunden damit verbracht, uns auf teilweise sehr glitschigem Boden bergauf und bergab zu bewegen, um uns Farne, verschiedene Tiere (Vogelspinne, Würmer, Vögel und Frösche) und die wunderschöne Landschaft zwischen den Baumgipfeln anzuschauen. Mit dem „Führer“ hatten wir richtig Glück, denn er war die ganze Zeit richtig gut drauf, hat einen Witz nach dem anderen gerissen und kannten sich nebenbei noch mit der Flora und Fauna aus. Da der Weg zu rutschig war, hat sich jeder mindestens einmal „gemault“, was eigentlich ein Cerveza am Abend bedeutet hätte. Nach den paar Stunden im Dschungel ging es dann abends wieder auf den Heimweg und diesmal hat sich auch keiner beklauen lassen.
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