FSJ in Santa Cruz de la Sierra

FSJ in Santa Cruz de la Sierra

Sonntag, 8. August 2010

Reise + Sao Paolo + 1. Tag

Zunächst einmal kann ich allen versichern, dass ich sicher in Santa Cruz angekommen bin, wobei es eine harte und lange Reise war.
Nachdem ich am Tag der Abreise durch eine sehr lange Wartezeit und dem Bangen nicht nach Bolivien fliegen zu können, doch noch meinen vorläufigen Reisepass ausgehändigt bekommen habe, konnte das Projekt "Hogar de la Esperanza" starten.
Am Flughafen traf ich Katha, eine meiner beiden Mitstreiterinnen und nach einem kurzen Abschied konnte die Reise beginnen. Zunächst ein kurzer Stopp in München, wo Simon hinzu stieg und dann 13 h in Richtung Sao Paolo.
Der Flug lief schneller als gedacht, was an der guten Filmauswahl und daran gelegen haben könnte, dass ich endlich mal etwas schlafen konnte im Flugzeug.
Trotzdem etwas fertig trafen wir am Flughafen unseren Guide für die nächsten 10 Stunden, Marlene Kocher Jaggi, eine ca. 45-Jährige mit rot-blondem Fukohila, die uns Sao Paolo nahebringen sollte.
20 Millionen Menschen, 54 x 30 km Fläche und jeder 3. hat ein Auto - so kann man Sao Paolo kurz beschreiben. Die Tour fand hauptsächlich im Auto, jedoch haben wir etliche Stadtteile gesehen, die in Deutschland eine eigene Stadt gewesen wären.
Das richtige Ausmaß erkannten wir erst, als wir auf die Nachbildung des Empire State Building stiegen. Die Stadt bestand nur aus Wolkenkratzern und das, soweit das Auge sah.
Durch die 7 Millionen Autofahrer ist der Verkehr sehr stockend, wobei eigentlich die Regeln gelten: Dreistigkeit vor Langsamkeit und größer vor kleiner. Sämtliche Verkehrsregeln werden missachtet, durch Hupen und Fingerzeige die Missstimmung ausgedrückt und leider starben jeden Tag ca. 3 Motorradfahrer, die in dem Gewusel durch die Gegend flitzen.
Zurück zum Flughafen gab es noch Stress wegen der Tax, die man zahlen musste und dann ging es aber ab nach Santa Cruz.
Sie Passkontrolle überstanden wir problemlos, mussten kein zusätzliches Geld zahlen und das Gepäck war auch unbeschädigt angekommen. Gepäckkontrolle für Deutsche bestand nicht und am Ausgang warteten schon Schwester Clara, Violla und drei sehr aufgeweckte Italienerinnen, die auch als Freiwillige im Projekt tätig sind.
Zu 8 mit Gepäck in dem Van, der sich beim Start ein wenig veraltet und kaputt anhörte, kamen wir nach 20- minütiger Fahrt zum "Hogar de la Esperanza". Hier wurden wir direkt von den Kindern umzingelt, begrüßt und hatten kaum Zeit unser neues zu Hause anzuschauen.
Nach einem leckeren Essen mit den Schwestern, lernten wir noch eine weitere Deutsche kennen, Clarissa und eine Schottin, die zurückhaltend herüberkam. Das neue zu Hause hätte in Europa wahrscheinlich nicht einmal einen halben Stern erhalten. 1 von 4 Duschen funktioniert, wobei bei dieser der Strahl nur sehr schwach ist; 2 von 4 Toiletten sind in Takt; der Backofen hat eine Ratte als Hauptmieterin und isoliert ist nichts, wodurch es 10 ° Kälte nachts vorherrschen.
Nach einer kurzen Mail, einer Dusche nach über 30 Stunden fiel ich dann ins Bett, wo ich von Pässen, Ratten und Hühnerköpfen und -krallen träumte.

Die Skyline von Sao Paolo


Katha, Simon und Ich auf dem Edifício do Banespa


Der Mittelpunkt Sao Paolos ist palmengesäumt


Estádio do Morumbi


Katha und Ich

3 Kommentare:

  1. hey, schön, dass du gut angekommen bist :)

    freu mich schon auf weitere einträge ;)

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  2. hey du eumel,
    freut mich auch zu hören, dass du die reise überstanden hast
    feier schön :D
    -> mein blog: oppinator.blogspot.com

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  3. Hallo Sohnemann,
    schön, mal mehr Fotos zu sehen-

    Deine süssen Kleinen mit den grossen Knopfaugen sind ja zum Knuddeln.
    Weiterhin viel Glück bei der Rattenjagd.
    Liebe Grüße MaPa

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