Hey,
dies ist mein Blog, in dem ich im nächsten Jahr über mein Leben in Bolivien posten werde. Einige werden jetzt ein bisschen geschockt sein, aber ja ich werde euch verlassen denn ich habe mich dazu entschieden nach meinem Abi meinen Zivi als Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Santa Cruz de la Sierra/Bolivien abzuleisten. In Santa Cruz habe ich ein richtig cooles Projekt gefunden, in welchem ich mit 2 anderen Freiwilligen aus der Organisation, die mich dorthin schickt, arbeiten werde (aber dazu gibt es gleich noch mehr). Erst einmal zu der Stadt selber, da ich mir nicht vorstellen kann, dass irgendwer von der Metropole schon einmal gehört hat. Es handelt sich wirklich um eine Großstadt, denn Santa Cruz de la Sierra ist sehr zentral in Bolivien gelegen und ist mit 1.6 Mil. Einwohner die größte Stadt des Landes. Santa Cruz liegt 550 km östlich von der wahrscheinlich bekannteren Hauptstadt La Paz entfernt und befindet sich mit 437 m innerhalb eines fruchtbaren Flachlandes. Die Höhe ist für Bolivien ungewöhnlich niedrig, da es bis auf 6500 m hoch gehen kann.
Nun komm ich zu dem wesentlichen Teil meines ersten Posts. Nach dem Abi wollte ich meine Zeit nicht mit dem Zivi in Deutschland verbringen, sondern nach dem Auslandsjahr in den USA noch einmal in die weite Welt hinaus. Über einen Bekannten bin ich auf eine Trägerorganisation gestoßen, die Freiwillige ins Ausland schickt, um dort an unterschiedlichsten Projekten mitzuarbeiten. Bei den Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP) habe ich im November an einem Vorbereitungsseminar teilgenommen und ich wurde dort so überzeugt, dass ich mich dazu entschieden habe, in dem Projekt "Hogar de la Esperanza" als MaZ mitzuarbeiten. Zunächst einmal zu der Abkürzung MaZ. Sie steht für Missionar auf Zeit, was anfangs ein wenig abstoßend klingen mag, aber es geht nicht darum andere Menschen wie im Imperialismus zu missionieren, sondern sich sozial zu engagieren und die Kinder und Jugendliche in einem Projekt zu betreuen.
Das Wichtigste ist natürlich das Projekt selber. Aber was steckt hinter dem Namen "Hogar de la Esperanza", und was wird mich als Freiwilligen dort erwarten? "Hogar de la Esperanza" heißt übersetzt so etwas wie "Platz für Hoffnung". In diesem Projekt werde ich ca. 150 Kinder und Jugendliche, deren Eltern im wahrscheinlich schlimmsten Staatsgefängnis Lateinamerikas inhaftiert sind (Palmasola), betreuen, indem ich den Erziehern bei pflegerischen Tätigkeiten, bei der Essensausgabe oder bei der Planung und Organisation von Ferienprogrammen, Freizeitgestaltungen und (Sport-) Festen helfe. Die 150 Kinder werden jedoch nicht von mir alleine beaufsichtigt, denn das Projekt ist meistens international besetzt (Freiwillige aus den USA, Spanien oder Italien). Zum Glück kenne ich schon jetzt zwei Jugendlichen, Katha aus Hessen und Simon aus Bayern, die auch über die SMMP nach Bolivien gehen und mit mir zusammen in dem Projekt arbeiten werden.
FSJ in Santa Cruz de la Sierra
Montag, 5. April 2010
FSJ in Santa Cruz
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